Was können Sie tun, um das Nutzer-Engagement in Ihrer mobilen App zu optimieren? Wir haben einige Vorschläge:
Verstehen Sie die Bedürfnisse der Nutzer
Ohne Kenntnis der Zielnutzer und dessen, wonach sie suchen, wird es eine Herausforderung sein, festzustellen, was sie engagiert. Wenn Sie Ihre Nutzer kennen, wird es einfacher festzustellen, wann etwas aufgrund ihrer sich ändernden Bedürfnisse und Verhaltensweisen aktualisiert werden muss. Updates sollten nicht nur regelmäßig erfolgen; sie sollten auf einer Analyse von Kundenzufriedenheitsmetriken basieren.
Eine großartige Benutzererfahrung (UX) ist ebenfalls ein entscheidender Faktor für das Engagement in der App. Ein angenehmes und einfaches UX trägt wesentlich dazu bei, Nutzer zu halten.
Dies gilt insbesondere dann, wenn die digitale Kundenerfahrung dem Nutzer das Gefühl gibt, dass die Navigation in Ihrer App einfach und unkompliziert ist.

Fokus auf das App Store Listing
Wenn Nutzer nichts von Ihrer App wissen, braucht man über Engagement nicht zu sprechen. Daher ist es sicher zu sagen, dass die Optimierung des App-Listings ein entscheidender Schritt für das Nutzer-Engagement ist. Das App-Listing ist die erste Interaktion, die ein Nutzer mit Ihrer App hat.
Um Ihr App-Listing zu optimieren, müssen Entwickler Informationen und Screenshots zu den Vorteilen der App bereitstellen. Anstatt die ausgefeilten Features einer App zu bewerben, zeigen Sie dem Nutzer, wie die App seine Probleme löst. Fügen Sie außerdem positives Kundenfeedback im Listing hinzu, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen.
Gestalten Sie das Onboarding einfach
Sie haben einen hervorragenden Job bei der Optimierung Ihres App Store Listings gemacht und der Nutzer hat Ihre App heruntergeladen und installiert. Nun startet er die App zum ersten Mal, um mit dem Onboarding zu beginnen.
Wenn die Kontoerstellung oder der Anmeldeprozess langwierig und anstrengend ist, brechen Nutzer vermutlich ab und suchen nach Alternativen. Passiert dies, ist das Engagement gescheitert.
Um das Engagement im Onboarding-Prozess zu optimieren, sollten Entwickler verschiedene Anmeldeoptionen mit Social Login (Facebook, Google und Twitter) anbieten. So werden die Schritte bei der Kontoerstellung reduziert.
Entwickler können auch die Kontoerstellung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, nachdem der Nutzer bereits die Vorteile der App entdeckt hat; dies nennt sich login-freies Erlebnis.
Das Onboarding kann auch genutzt werden, um Nutzer über die Vorteile und Funktionen der App zu informieren – dies ist ebenfalls eine gute Onboarding-Taktik. Wichtig dabei ist, dass daraus kein Tutorial wird, wie man die App benutzt. Ein Tutorial kann überwältigend und zeitaufwändig sein. Nutzern könnte eine Option angeboten werden, eine Tour zu machen, wenn sie das möchten.
Alternativ kann die App so gestaltet werden, dass Tipps in regelmäßigen Abständen eingeführt werden, abhängig davon, wie der Nutzer mit der App interagiert. Wichtig ist jedoch, dass Nutzer verstehen, wie sie Ihre App verwenden.
Nach Berechtigungen fragen
Wenn Sie Nutzer um Erlaubnis bitten, bevor Sie auf Daten oder Teile ihrer Smartphone-Hardware zugreifen, fördert das Vertrauen und verbessert auf Dauer das Nutzerengagement. Der Zugriff auf Nutzerdaten wie GPS-Koordinaten, Kontaktliste, Kamera und Mikrofon ohne Erlaubnis kann abschrecken. Verängstigte Nutzer werden Ihre App wahrscheinlich löschen.
Geschwindigkeit erhöhen
Geschwindigkeit ist der Schlüssel für mobile App-Nutzer. Niemand wartet gerne lange, bis eine App lädt – es sei denn, er hat keine Wahl. Ein Page-Speed-Report des „Drag-and-Drop-Builders Unbounce“ zeigt, dass 70 % der Verbraucher sagen, Geschwindigkeit beeinflusst ihre Entscheidung für eine Aktion wie z.B. einen Kauf. Langsame Ladezeiten werden die Nutzer vermutlich davon abhalten, die App erneut zu verwenden.
Bei manchen Apps lässt sich die Ladezeit aufgrund ihrer Aufgaben nicht verkürzen. In solchen unvermeidbaren Fällen können Animationen und ansprechende Grafiken verwendet werden, um Nutzer beschäftigt zu halten.
Push-Benachrichtigungen sparsam nutzen
Apps, die keine Push-Benachrichtigungen nutzen, werden leicht vergessen und später gelöscht, sofern sie für einen Nutzer keine wichtige Rolle spielen. Werden sie hingegen zu oft eingesetzt, nerven Push-Benachrichtigungen den Nutzer. Ein genervter Nutzer wird Ihre App vermutlich löschen.
Laut einer Studie der Mobile-Engagement-Plattform Localytics kehren Nutzer für 11 oder mehr Sitzungen eher zurück, wenn sie eine personalisierte Markeninteraktion erleben. Wird Push-Benachrichtigung genutzt, um relevante, durchdachte und strategische Informationen basierend auf Standort, Interessen oder Nutzungsverhalten zu senden, führt das zu mehr App-Zeit und Engagement.
Neben personalisierten Push-Benachrichtigungen können auch gezielte Push-Nachrichten, beispielsweise basierend auf dem Standort, von Entwicklern genutzt werden, um die Rücklaufquote zu erhöhen. Solche Benachrichtigungen liefern Informationen zum richtigen Zeitpunkt abhängig vom Standort des Nutzers und erinnern ihn an wichtige Dinge.

In-App-Nachrichten verwenden
In-App-Nachrichten sind Mitteilungen, die dem Nutzer einen Mehrwert bieten, ohne dass er sofort handeln muss. Diese Nachrichten können Informationen zu ablaufenden Zahlungsmethoden, Versions-Updates, Sonderaktionen, spannende Neuigkeiten sowie Warnungen/Hinweise zu App-Problemen enthalten.
Der Schlüssel zur effektiven Nutzung von In-App-Nachrichten besteht darin, die Nutzer zu segmentieren, sodass immer nur die Nutzer die jeweilige Information erhalten, die sie wirklich brauchen. Wissen Nutzer, dass eine App regelmäßig wertvolle Informationen liefert, schauen sie immer wieder hinein, um nichts Wichtiges zu verpassen.
Nach Feedback fragen
Ein einfacher Weg, das App-Engagement zu verbessern, ist, nach Feedback zu fragen. Wenn Sie es Nutzer leicht machen, Sie über die App zu kontaktieren, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass diese eine negative Bewertung im App-Store hinterlassen, obwohl sie Ihnen einfach direkt eine Nachricht hätten schicken können. Live-Chat-Kundendienst in der App ist ein großartiges Beispiel dafür, wie man mit Nutzern kommuniziert und Feedback gewinnt.
Zwei-Wege-Kommunikation baut eine Beziehung zwischen Nutzer und App-Betreiber auf. Wenn Sie einen Kommunikationskanal in der App schaffen, ist es jedoch entscheidend, jede Nutzerfrage zu beantworten. Außerdem ist es wichtig, auf alle Kommentare, sowohl positiver als auch negativer Natur, zu reagieren.
Reaktionsfähigkeit auf Beschwerden und Anfragen der Nutzer fördert Engagement, Bindung, positive Bewertungen und langfristige Markenloyalität. Eine solche Beziehung bewirkt, dass sich Nutzer wertgeschätzt und bedeutsam für die Marke fühlen. Sie wissen, dass Sie sie nicht nur als Einnahmequelle betrachten.
App-Anbieter können gezielter nach Feedback fragen, indem sie Umfragen (in der App oder extern) durchführen. Dies kann Nutzungs-Trends aufdecken und liefert wichtige Informationen zu Features, die auf Basis von Beschwerden oder Verbesserungsvorschlägen entwickelt oder optimiert werden könnten.
Nach Feedback zu fragen ist wichtig, aber es ist noch wichtiger, auf das Feedback zu reagieren. Andernfalls denken Nutzer, sie verschwenden ihre Zeit, wenn sie Rückmeldung geben.
Plattformen wie REVE Chat, Zendesk, HelpCrunch und Help Scout bieten Entwicklern Kanäle für das Kundenfeedback innerhalb der App.
App-Nutzung belohnen
Treueprogramme in der App können das Engagement steigern und Nutzern das Gefühl von Wertschätzung durch die Marke vermitteln. Auch Empfehlungen können zur App-Nutzung motivieren. Nutzern beim Weiterempfehlen Ihrer App Rabatte oder Gutscheine/Coupons anzubieten, wird das Engagement wahrscheinlich erhöhen.
Auch die Gamifizierung der App kann dazu beitragen, dass Nutzer immer wieder zurückkehren und sich länger in Ihrer App aufhalten. Zeitlich limitierte Belohnungen/Rabatte, Punkte/Badges/Belohnungen für Aufgaben sowie ein Ranglisten- oder Achievement-Board sind Methoden, die das Nutzerengagement erhöhen.
Metriken verfolgen
Entwickler müssen wissen, was in ihren Apps passiert. Welche Funktionen oder Seiten haben eine hohe Absprungrate? Wo brechen die meisten Nutzer ab und verlassen die App? Wie lange dauert es, bis eine Aktion ausgeführt wird, nachdem ein Nutzer einen Button geklickt hat?
Um diese Dinge zu wissen, müssen Entwickler mehrere Metriken verfolgen: Downloadzahlen, Lifetime Value (LTV), App-Stickiness, Churn-Rate, Retention, Conversion, monatlich und täglich aktive Nutzer, durchschnittliche App-Nutzungszeit und Sitzungsdauer. Das Geheimnis ist, immer den Finger am Puls Ihrer App zu haben.
