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Die Wahl der richtigen Helpdesk-Software ist ein strategischer Schritt, mit dem Sie Ihrem Team Zeit sparen und die Genauigkeit erhöhen. Sie sorgt für Compliance, steigert die Servicequalität und lohnt sich auch finanziell.

Wählen Sie jedoch das falsche Tool, riskieren Sie Ineffizienzen, eine schlechte Kundenerfahrung und verschwendete Ressourcen.

Dieser Leitfaden richtet sich an Sie, wenn Sie als Teamleiter im Kundenservice Ihre Support-Prozesse optimieren und die Lösungszeiten verkürzen möchten. Finden wir gemeinsam die passende Lösung für Ihre Anforderungen.

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9 Dinge, auf die Sie bei der Auswahl einer Helpdesk-Software achten sollten

Die Bewertung von Helpdesk-Tools erfordert die Prüfung von Schlüsselfunktionen, die zu den Anforderungen und Zielen Ihres Teams passen. Berücksichtigen Sie diese Aspekte, um eine kluge Wahl zu treffen:

1. Flexibilität der Tarife

Freshdesk Pricing Screenshot
Freshdesk bietet gestaffelte Tarife: Growth, Pro, Pro+AI, Enterprise; monatlich oder jährlich pro Agent.

Mit flexiblen Tarifen können Sie Ihre Software nach Anpassung Ihres Ticketvolumens upgraden oder downgraden. Das ist wichtig, da Ihr Team wachsen kann oder Sie später weniger Funktionen benötigen. Suchen Sie Anbieter, die Skalierbarkeit und leichte Wechsel zwischen den Paketen ohne versteckte Gebühren ermöglichen. Fragen Sie bei einer Demo, wie Tarifwechsel ablaufen und ob Abrechnungen und Benachrichtigungen automatisiert sind.

2. Datenzugriff & Reporting

Zendesk's Customer Support's Dashboard Screenshot
Zendesk bietet anpassbare Dashboards mit Tabs, Filtern, KPI-Karten und Diagrammen für erstellte, gelöste oder erneut geöffnete Tickets.

Datenzugriff und Reporting liefern Einblicke in die Performance Ihres Teams, Supportanfragen und Kundeninteraktionen. Wählen Sie eine Software mit umfassenden Reporting-Tools, Echtzeit-Dashboards, anpassbaren Vorlagen und einfachen Exportmöglichkeiten. Testen Sie, ob Sie nach Support-Mitarbeiter, Ticketkategorien oder Service Level Agreements (SLA) segmentieren können. Ein starkes Reporting hilft Ihnen, Workflows zu optimieren und Eskalationsmuster zu überwachen.

3. Integration mit Ihrem Tech-Stack

SAAS's Integration Dashboard Screenshot
SaaS bietet ein zentrales Cloud-basiertes Hub, das Ihr CRM, das Omnichannel-Postfach, Vertriebslösungen, SSO und eigene Domains mit klaren Richtlinien und plattformübergreifendem Zugriff verbindet.

Die Integration in Ihren bestehenden Tech-Stack gewährleistet effiziente Workflows und Datenkonsistenz über alle Kanäle hinweg. Prüfen Sie, ob das Ticketing-System mit Ihren Tools wie E-Mails oder CRM-Plattformen wie Salesforce oder HubSpot verbunden werden kann. Überprüfen Sie auch die Schnittstellen zu Projektmanagement-Tools wie Jira oder Slack. Omnichannel-Teams benötigen eventuell auch Integrationen zu Messaging- und Social-Media-Kanälen. Fordern Sie Fallstudien erfolgreicher Integrationen an. Testen Sie während der Probephase die Synchronisation mit bestehenden Systemen.

4. Onboarding und Support

SysAid's Onboarding Support Dashboard screenshot
SysAid bietet vielfältige Supportressourcen, von einem KI-Chatbot bis zur Self-Service-Wissensdatenbank.

Onboarding und Support bestimmen, wie schnell Ihr Team die Software effektiv nutzen kann. Achten Sie auf Anbieter mit umfassendem Training und reaktionsschnellem Support. Fragen Sie nach verfügbaren Self-Service-Portalen, Wissensdatenbank, FAQs, Vorlagen und der durchschnittlichen Antwortzeit auf Supportanfragen. Prüfen Sie in einer Demo die Qualität des Support-Teams und wie einfach die Handhabung ist, indem Sie gezielt Fragen stellen.

5. Rollenbasierte Berechtigungen

Rollenbasierte Berechtigungen ermöglichen es IT-Teams, steuern zu können, wer Zugriff auf bestimmte Funktionen und Daten hat. Dies ist entscheidend für Sicherheit und Effizienz. Stellen Sie sicher, dass Sie Berechtigungen einfach rollenbasiert zuweisen können – z.B. beschränkter Zugriff für gemeinsame Postfächer, volle Kontrolle für Service Desk Manager. Gerade für ITSM-Umgebungen ist dies wertvoll. Testen Sie, wie unkompliziert sich Berechtigungen erfassen und ändern lassen.

6. Branchenspezifische Compliance

Branchenspezifische Compliance stellt sicher, dass Ihre Software regulatorische Anforderungen erfüllt. Wenn Sie einer regulierten Branche angehören, prüfen Sie, ob die Software Standards wie DSGVO oder HIPAA einhält. Für IT-Helpdesk-Setups sollten Sie auf Tools mit integrierten Audit-Trails und automatisierten Workflows achten. Fordern Sie Dokumentationen oder Zertifikate zur Einhaltung an. Fragen Sie, wie Software-Updates in Bezug auf Compliance gehandhabt werden.

7. Individualisierungsoptionen

Mit Individualisierungsoptionen passen Sie die Software Ihren Abläufen an. So stimmen Sie das Tool optimal auf sich ab. Wählen Sie Software, die sich einfach – und ohne große Programmierkenntnisse – anpassen lässt. Die besten Helpdesk-Lösungen erlauben unter anderem die Personalisierung von Dashboards, Self-Service-Portalen oder Wissensdatenbank-Vorlagen, damit Support-Mitarbeiter Anliegen schneller lösen können. Testen Sie diese Funktionen in der Probephase: Lassen sich Workflows und Interfaces anpassen?

8. Automatisierungsfunktionen

Salesforce Service Cloud Automation Features screenshot
Salesforce Service Cloud automatisiert mit KI Routinetätigkeiten.

Automatisierungsfunktionen sparen Zeit, indem sie Routineaufgaben wie Ticket-Routing oder Nachverfolgung bearbeiten. Suchen Sie nach Software mit leistungsstarker Automatisierung für das Ticket-Management. Prüfen Sie, ob Workflows und Trigger anpassbar sind. Manche Anbieter bieten KI-Chatbots, die Lösungsschritte vorschlagen oder FAQs aus dem Wissens-Hub bereitstellen. Fragen Sie in der Demo nach Anwendungsbeispielen und testen Sie die Automatisierung selbst.

9. Unterstützung für Mobile und mehrere Standorte

Mobile- oder mehrere Standorte werden bedeutsam, wenn Ihr Team remote arbeitet oder an mehreren Orten tätig ist. Prüfen Sie, ob es eine Cloud-App oder Weblösung gibt, die auf allen Geräten zuverlässig funktioniert. Testen Sie die mobile Oberfläche, ob sie genauso leistungsfähig ist wie die Desktop-Variante.

So wählen Sie die richtige Helpdesk-Software – ein 5-Schritte-Plan

Die Wahl der passenden Helpdesk-Software kann Workflows optimieren und die Kundenzufriedenheit verbessern. Verstehen Sie Ihre Anforderungen und testen Sie Lösungen sorgfältig. So finden Sie Schritt für Schritt die beste Software:

Schritt 1: Anforderungen identifizieren

Starten Sie mit der Aufnahme der Team-Bedürfnisse, um die Grundlage für die Toolauswahl zu legen. Sammeln Sie Input, priorisieren Sie Probleme und stimmen Sie die Anforderungen ab:

Stakeholder-Input sammeln

Beteiligen Sie Schlüsselpersonen wie IT, Support und Führungsebene, um deren Anforderungen zu verstehen. Führen Sie Besprechungen oder Umfragen durch, um Herausforderungen zu eruieren. Beziehen Sie Mitarbeitende ein, die das System täglich nutzen – für ein vollständiges Bild der Anforderungen. So stellen Sie sicher, dass die Lösung zu allen Erwartungen passt.

Schmerzpunkte auflisten und priorisieren

Erfassen und priorisieren Sie Schwachstellen Ihres bestehenden Systems nach Einfluss auf Effizienz und Kundenzufriedenheit. Beispiele: Langsame Reaktionszeiten oder fehlende Integration anderer Tools. Fangen Sie mit gravierenden Problemen an, um einen reibungslosen Softwarewechsel zu ermöglichen.

Anforderungen mit Richtlinien abgleichen

Stimmen Sie Ihre Anforderungen mit unternehmensinternen Richtlinien und regulatorischen Zielen ab. Berücksichtigen Sie etwaige Anbieterpräferenzen oder Sicherheitsprotokolle. Bei strengen Datenschutz-Vorgaben sollten Sie Wert auf ausgeprägte Sicherheitsfunktionen legen – dies verhindert spätere Compliance-Probleme.

Unverzichtbare Funktionen differenzieren

Unterscheiden Sie zwischen Muss- und Kann-Funktionen. Must-haves sind essentiell für den Betrieb – wie Ticketverwaltung und gemeinsame Postfächer. Nice-to-haves steigern den Komfort, z.B. KI-Automatisierung, mobile Nutzung oder Community-Anbindung. So fokussieren Sie sich auf das Wesentliche.

Stellen Sie sich diese Fragen:

  • Welche Beschwerden oder Hürden treten häufig auf?
  • Welche Anforderungen werden heute nicht erfüllt?
  • Welche Funktionen lösen die drei größten Schmerzpunkte?
  • Welchen ROI erwarten Sie von der Investition?
  • Wie passt die Software zu unseren Sicherheitsstandards?

Schritt 2: Anbieter von Helpdesk-Software recherchieren

Recherchieren Sie Anbieter als nächsten Schritt. Vergleichen Sie Möglichkeiten und heben Sie deren Besonderheiten hervor:

Anbieterscreenings durchführen

Beginnen Sie mit einem Grobscan via Bewertungsportale, Rankings oder Fallstudien. Prüfen Sie Bewertungen, Feedback und Erfolgsgeschichten. So erhalten Sie rasch einen Eindruck von Reputation und Zuverlässigkeit der Anbieter und erstellen eine erste Shortlist.

Abgleich mit eigenen Anforderungen

Vergleichen Sie Tools gezielt nach Unternehmensgröße, Integrationsbedarf oder Outsourcing-Präferenz. Manche Anbieter adressieren speziell kleine Unternehmen – andere bieten Lösungen für Großunternehmen. Prüfen Sie die Kompatibilität mit Ihrem vorhandenen Tech-Stack und die nötige Flexibilität.

Zentrale Unterscheidungsmerkmale bestimmen

Identifizieren Sie wichtige Differenzierungsmerkmale wie Implementierungs-Support, Nutzerfreundlichkeit oder Flexibilität für Nischenanforderungen. Manche Anbieter punkten mit umfangreichem Onboarding, andere durch intuitive Bedienung. Prüfen Sie den Grad der Individualisierbarkeit für besondere Anforderungen.

Ergebnisse dokumentieren

Halten Sie Ihre Recherche strukturiert fest. Legen Sie eine Tabelle mit allen Features, Preisen und Supportleistungen an. So behalten Sie die Übersicht für spätere Vergleiche.

Stellen Sie sich diese Fragen:

  • Worin liegt die Stärke jedes Tools?
  • Passt es zu Teamgröße, Budget und Systemlandschaft?
  • Welche Unterstützung und Dokumentation gibt es?
  • Wie lange dauert die Implementierung?
  • Lässt sich die Software individuell anpassen?

Schritt 3: Shortlist erstellen und Anbieter ansprechen

Reduzieren Sie die Anbieter auf eine überschaubare Zahl und treten Sie in Kontakt. Das empfiehlt sich:

Anbieter shortlistieren

Basierend auf Ihrer Recherche wählen Sie 2–4 Anbieter aus, die sowohl zu Ihren Anforderungen als auch zur Reputation passen. So lassen sich Optionen besser vergleichen. Prüfen Sie zudem, ob jeder Anbieter auf Ihrer Liste die Must-have-Features bietet.

RFI oder RFP versenden

Fordern Sie zur Entscheidung ein RFI (Request for Information) oder ein RFP (Request for Proposal) an. Ein RFI gibt einen Überblick über die Möglichkeiten, ein RFP bietet Details zu Preisen, Funktionen und Support. So klären Sie, welcher Anbieter am besten zu Ihren Anforderungen passt.

Demos buchen

Buchen Sie Demos bei den ausgewählten Anbietern und stellen Sie gezielte Fragen. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Software live zu testen und die Nutzeroberfläche kennenzulernen. Fokussieren Sie sich auf die wichtigsten Funktionen für Ihr Team und prüfen Sie, wie Ihr Bedarf abgedeckt wird.

Konsistente Kriterien verwenden

Bewerten Sie alle Anbieter nach denselben Kriterien – für eine objektive Entscheidung. Erstellen Sie eine Checkliste (Features, Support, Preise), dokumentieren Sie Ihre Ergebnisse und behalten Sie so den Überblick.

Stellen Sie sich diese Fragen:

  • Können Sie mir ein Kundenbeispiel aus unserer Branche nennen?
  • Welche Support- oder Onboarding-Ressourcen bieten Sie?
  • Welche Funktionen sind nur im Upgrade enthalten?
  • Wie gehen Sie mit Feature-Anfragen um?
  • Skaliert die Software mit unserem Wachstum?

Schritt 4: Business Case erstellen

Verwandeln Sie Ihre Recherche in eine überzeugende Business-Case-Präsentation für Ihre Führungsebene. So gehen Sie vor:

Schmerzpunkte zusammenfassen

Fassen Sie die Herausforderungen Ihres Teams und die gewünschten Ziele zusammen. Stellen Sie klar dar, welche Probleme existieren, wie langsame Rückmeldungen oder ineffiziente Ticketbearbeitung, und zeigen Sie beispielhaft Verbesserungspotenziale durch die neue Software auf (wie Zeit bis zur Lösung).

Kosten schätzen und präsentieren

Recherchieren und zeigen Sie die groben Kosten sowie den Zeitplan der Einführung. Listen Sie die Preise, laufende Gebühren und etwaige Zusatzkosten der Anbieter auf. Zeigen Sie den Zeitbedarf für Implementierung und Onboarding transparent auf.

ROI und Risiken aufzeigen

Berechnen und präsentieren Sie den ROI, Effizienzgewinne und die Risiken, wenn nichts geändert wird. Zeigen Sie, wie die Software Ressourcen freisetzt, Kundenbindung verbessert und Ausfälle minimiert. Diskutieren Sie Risiken wie Umsatzeinbußen oder sinkende Loyalität bei unveränderter Lage.

Stellen Sie sich diese Fragen:

  • Welches Business-Problem wird gelöst?
  • Welche Risiken bestehen beim Nichtstun?
  • Wo liegen finanzielle und operative Vorteile?
  • Wie wirkt sich die Investition auf die Produktivität aus?
  • Welche Metriken zeigen den Erfolg?

Schritt 5: Helpdesk-Software implementieren & Nutzer onboarden

Egal, ob Sie Salesforce Service Cloud, Freshdesk oder Zoho einführen – planen Sie diese Phase sorgfältig für einen reibungslosen Start. Die Schritte im Überblick:

Rollout-Plan kommunizieren

Kommunizieren Sie Ihren Rollout-Plan klar an alle Nutzer. Stellen Sie eine Zeitleiste mit Schlüsseldaten (Trainings, Go-Live) bereit. Erklären Sie in E-Mails oder Meetings, wie jeder zu einer erfolgreichen Einführung beiträgt – das verhindert Unsicherheiten.

Interne Verantwortliche benennen

Bestimmen Sie interne Projektleiter und Ansprechpartner für die Einführung. Diese koordinieren das Rollout und sind Bindeglied zum Anbieter. Sie sollten erreichbar und mit der Software bestens vertraut sein – für eine stringente Einführung.

Trainings abschließen

Sorgen Sie dafür, dass alle Teams an Schulungen teilnehmen und das Tool einheitlich nutzen. Planen Sie Trainings und verfolgen Sie die Teilnahme. Motivieren Sie Nutzer, wichtige Module eigenständig zu erkunden, und überprüfen Sie Verständnis und Einsatzbereitschaft mit Quiz oder Checks.

Feedback-Schleifen einrichten

Richten Sie regelmäßige Feedback-Runden ein – auch mit Unterstützung des Anbieters. Nutzen Sie Check-ins für laufendes Feedback zu Performance und Problemen. So verbessern Sie Prozesse und Nutzerzufriedenheit fortlaufend.

Stellen Sie sich diese Fragen:

  • Wie sieht unser Change-Management-Plan aus?
  • Wer trägt die Verantwortung für den Rollout?
  • Wie messen wir früh erste Erfolge?
  • Welche Trainings-Ressourcen stehen zur Verfügung?
  • Wie wird Feedback gesammelt und adressiert?

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