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Der Net Promoter Score (NPS) ist eine weit verbreitete, anerkannte Kennzahl im Kundenservice zur Bewertung der Kundenzufriedenheit. Mit dem NPS erhält Ihr Unternehmen Aufschluss, ob Sie eine starke Basis loyaler Markenbefürworter aufgebaut haben. Er wird auf Grundlage der Antwort auf folgende Frage berechnet:

„Wie wahrscheinlich ist es auf einer Skala von 0 bis 10, dass Sie unser Produkt/unseren Service einem Freund oder Kollegen empfehlen?“

Kunden werden in drei Gruppen unterteilt:

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  • Promotoren (9-10): Begeisterte Unterstützer, die die Marke sehr wahrscheinlich empfehlen.
  • Passive (7-8): Zufriedene Kunden, die die Marke jedoch nicht aktiv weiterempfehlen.
  • Kritiker (0-6): Unzufriedene Kunden, die andere möglicherweise von der Marke abbringen.

Die NPS-Formel lautet: NPS=%Promotoren−%Kritikertext{NPS} = % text{Promoters} - % text{Detractors}NPS=%Promoters−%Detractors

Ursprung des NPS

Das Konzept des Net Promoter Score (NPS) wurde 2003 von Fred Reichheld in seinem Harvard Business Review Artikel mit dem Titel „Die eine Zahl, die Sie zum Wachsen brauchen“ vorgestellt. Reichheld schlug NPS als einfache, wirkungsvolle Methode vor, um mit einer einzigen Frage die Kundenloyalität zu messen: „Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unser Produkt/unseren Service einem Freund oder Kollegen empfehlen?“ Er argumentierte, dass diese Kennzahl das Kundenverhalten voraussagen und direkt mit dem Unternehmenswachstum korrelieren kann.

Die Einfachheit des NPS sowie seine umsetzbaren Erkenntnisse führten zu seiner schnellen Verbreitung in verschiedenen Branchen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der NPS zu einer zentralen Größe im Customer Experience Management. Unternehmen können damit die Loyalität verfolgen, Verbesserungspotenziale erkennen und wachstumsfördernde Kundenbindung stärken.

Popularität und Einsatz des NPS

Der NPS ist eine der beliebtesten Kennzahlen zur Erhebung von Kundenloyalität und -zufriedenheit, eingesetzt von Unternehmen jeder Größe und Branche weltweit. Durch die Einfachheit – eine Kernfrage zur Empfehlungsbereitschaft – ist NPS leicht umzusetzen und verständlich.

Unternehmen wie Apple, Amazon und Airbnb nutzen NPS, um die Kundenzufriedenheit zu messen und Verbesserungen zu steuern. Die weite Verbreitung ist auf die Fähigkeit zurückzuführen, umsetzbare Erkenntnisse zu liefern, Leistungen zu benchmarken und Wachstumschancen aufzudecken.

Indem NPS Kundenfeedback mit Loyalität und Unternehmenserfolg verknüpft, ist er ein bewährtes Werkzeug für kundenorientierte Strategien geworden.

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Transaktionaler vs. Relationaler NPS

Transaktionaler NPS und relationaler NPS sind zwei Herangehensweisen zur Messung von Kundenloyalität, die unterschiedliche Zwecke erfüllen:

  1. Transaktionaler NPS: Misst die Kundenzufriedenheit nach einer bestimmten Interaktion oder Transaktion, z. B. einem Kauf, einem Support-Anruf oder einem Website-Besuch.
    • Zweck: Erfasst unmittelbare Rückmeldungen zu einem bestimmten Erlebnis und hebt Stärken sowie Schwächen auf Touchpoint-Ebene hervor.
    • Beispiel: Nach der Lösung eines Kundenproblems im Live-Chat fragen: „Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unseren Support-Service auf Basis dieses Erlebnisses weiterempfehlen?“
    • Beste Anwendung: Um gezielt Prozesse, Touchpoints oder Abteilungen zu identifizieren und zu verbessern.
  2. Relationaler NPS: Misst die allgemeine Kundenloyalität und Zufriedenheit mit der Marke oder Organisation als Ganzes. Die Datenerhebung erfolgt typischerweise periodisch (zum Beispiel viertel- oder jährlich).
    • Zweck: Liefert einen umfassenden Überblick darüber, wie Kunden die Marke im Zeitverlauf wahrnehmen.
    • Beispiel: Eine Umfrage an Kunden senden: „Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unser Unternehmen einem Freund oder Kollegen empfehlen?“
    • Beste Anwendung: Zur Verfolgung langfristiger Loyalitätstrends und zum Benchmarking mit Wettbewerbern.

Einsatz des NPS im Customer Experience Management (CX)

NPS ist ein zentrales Werkzeug im Kundenerlebnismanagement, da er misst, wie loyal Kunden Ihrer Marke gegenüberstehen. Durch die Frage nach der Empfehlungswahrscheinlichkeit erhalten Sie eine klare Einschätzung zur Kundenzufriedenheit.

Was ist ein guter NPS im CX?

Beim Net Promoter Score (NPS) gilt: Je höher der Wert, desto besser ist Ihre Kundenbindung. Der Wert reicht von -100 bis +100 – je höher, desto loyaler sind Ihre Kunden. Hier sind allgemeine Richtwerte:

  • -100 bis 0: Schwach – erhebliche Probleme mit der Kundenzufriedenheit; sofortiges Handeln erforderlich.
  • 0 bis 30: Durchschnitt – Kunden sind zufrieden, aber wenig begeistert; Verbesserungsmöglichkeiten vorhanden.
  • 30 bis 70: Gut – deutliche Loyalität und positive Kundenerlebnisse.
  • 70 bis 100: Exzellent – herausragende Loyalität; Kunden empfehlen Ihre Marke mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter.

NPS Benchmarking nach Branche

Die NPS-Erwartungen unterscheiden sich je nach Branche. Beispielsweise:

  • Einzelhandel: Ein Wert über 50 gilt als gut.
  • Software/SaaS: Werte über 30 sind wettbewerbsfähig.
  • Gesundheitswesen: Hohe Werte (über 60) sind aufgrund der persönlichen Dienstleistungen üblich.
  • Telekommunikation: Werte liegen typischerweise zwischen 0 und 30. Werte über 30 sind stark, da es hohe Konkurrenz und oft Unzufriedenheit gibt.
  • Finanzdienstleistungen: Werte meist zwischen 30 und 50. Über 50 bedeutet herausragender Service und großes Vertrauen.
  • Automobilbranche: Werte meist zwischen 30 und 50; über 50 deutet auf starke Nachkaufloyalität hin.
  • E-Commerce und Einzelhandel: Werte üblicherweise zwischen 50 und 70, getrieben durch bequemen Einkauf und schnelle Lieferung.
  • Hotellerie: Werte meist zwischen 40 und 70, bei Luxusmarken oft über 70.
  • Bildungswesen: Werte typischerweise zwischen 40 und 60, abhängig von Unterrichtsqualität und Studierendenzufriedenheit.
  • Energie & Versorger: Werte liegen zwischen -10 und 20; alles über 20 gilt als sehr gut.
  • Medien & Unterhaltung: Werte meist zwischen 20 und 40; beeinflusst durch hochwertige Inhalte und benutzerfreundliche Plattformen.

Was als „guter“ NPS gilt, hängt von Ihrer Branche ab. Jede Steigerung über die Zeit zeigt jedoch Verbesserungen bei Kundenzufriedenheit und Loyalität.

Wie sammelt man NPS-Daten für das Kundenerlebnis?

NPS-Umfragen werden meist per SMS, E-Mail, Telefonanruf oder auf einer Website durchgeführt. Mit passender NPS-Umfragesoftware können diese Formulare einfach erstellt und verteilt werden. Hier meine Top-Empfehlungen:

Damit der NPS die Kundenzufriedenheit realistisch abbildet, wird die NPS-Frage meistens nach Erhalt und Nutzung des Produkts oder Services gestellt.

Damit Sie aus Ihren NPS-Umfragedaten einen statistisch relevanten NPS berechnen können, sollten mindestens 250 Antworten eingehen. 

Da die meisten Kunden nicht auf eine Umfrage reagieren, empfiehlt sich eine Zielgröße von 10–15 % Rücklaufquote und eine Mindestzahl von 1.500 angeschriebenen Kunden.

Diese Kundenrückmeldungen können natürlich zeitlich gestreckt gesammelt werden, solange Sie eine ausreichende Datenbasis für eine belastbare Analyse haben.

NPS-Umfragedesign: Tipps & Tricks

Ein schlankes Design sorgt dafür, dass Ihre NPS-Umfrage aussagekräftiges und verwertbares Feedback liefert und Kunden zum Ausfüllen motiviert. Hier einige Tipps:

  • Stellen Sie die zentrale NPS-Frage klar: Verwenden Sie die Standardfrage, „Wie wahrscheinlich ist es auf einer Skala von 0 bis 10, dass Sie [Firma/Produkt/Service] einem Freund oder Kollegen empfehlen?“
  • Ergänzen Sie eine Folgefrage: Nutzen Sie eine offene Folgefrage wie „Was ist der Hauptgrund für Ihre Bewertung?“, um Hintergrund für die Auswahl zu erhalten.
  • Fassen Sie sich kurz: Die Umfrage sollte 2–3 Fragen umfassen, um die Zeit der Kunden zu respektieren und die Rücklaufquote zu erhöhen.
  • Personalisieren Sie die Umfrage: Nennen Sie die Empfänger beim Namen und passen Sie Fragen an deren Interaktion an.
  • Einsatz über mehrere Kanäle: Machen Sie die Umfrage zugänglich per E-Mail, SMS, Pop-up im Produkt oder auf Ihrer Website – achten Sie auf mobile Optimierung.
  • Zur richtigen Zeit einladen: Senden Sie die Umfrage kurz nach einer Interaktion oder planen Sie regelmäßige Befragungen für den relationalen NPS.
  • Verwenden Sie simple Bewertungsskalen: Zeigen Sie die 0–10 Skala mit klaren Labels, etwa 0 = „Überhaupt nicht wahrscheinlich“, 10 = „Äußerst wahrscheinlich“.
  • Anonymität (falls sinnvoll): Kommunizieren Sie, dass die Antworten vertraulich behandelt werden – das motiviert ehrliches Feedback, besonders bei niedrigen Bewertungen.
  • Testen und optimieren: Führen Sie eine Testumfrage mit einer kleinen Gruppe durch, um Wortwahl, Ablauf oder Bedienbarkeit zu verbessern.
  • Automatisierte Folgeprozesse: Richten Sie Workflows ein, um Teilnehmern zu danken, Kritik gezielt nachzugehen und Promotoren als Testimonials oder Empfehler einzubinden.

So verbessern Sie Ihren NPS in 7 Schritten

Die Verbesserung Ihres NPS-Werts benötigt unter Umständen Zeit. Eine Verknüpfung von NPS-Trends mit dem Zeitverlauf Ihrer CX-Verbesserungen zeigt, ob Ihre Maßnahmen greifen. Hier einige Ansatzpunkte:

  1. Kundenservice optimieren: Schulen Sie Ihr Support-Team auf schnelle, einfühlsame und effektive Hilfe. Sorgen Sie dafür, dass Anliegen zeitnah gelöst und Kunden nachbetreut werden.
  2. Onboarding vereinfachen: Machen Sie den Einstieg für Neukunden leicht verständlich – etwa durch Anleitungen, Kundenschulungen, Tutorials oder personalisierte Einführungen. Ein gelungener Start fördert sofort Vertrauen und Zufriedenheit.
  3. Interaktionen personalisieren: Verwenden Sie Kundendaten für individuell zugeschnittene Kommunikation, Angebote und Empfehlungen. Personalisierte Erfahrungen zeigen, dass Ihnen die Kunden wichtig sind.
  4. Feedback gezielt nutzen: Sammeln Sie regelmäßig Kundenfeedback per Umfrage oder Bewertung – und zeigen Sie sichtbar, wie Sie Kritik oder Anregungen berücksichtigen.
  5. Problemen proaktiv begegnen: Setzen Sie auf vorausschauende Analysen und beheben Sie Schmerzpunkte, bevor sie auftreten. Zum Beispiel: Frühzeitig Verzögerungen ankündigen oder direkt Lösungen anbieten.
  6. Produkt- oder Servicequalität steigern: Bewerten und verbessern Sie laufend Ihre Angebote nach Kundenerwartungen und Markttrends. Ziel: Erwartungen übertreffen, Unzufriedenheit verhindern.
  7. Promotoren feiern: Binden Sie loyale Kunden aktiv ein – bedanken Sie sich, bieten Sie exklusive Vorteile oder laden Sie zu Advocacy-Programmen ein.

Kritik und Kontroversen zum NPS

Trotz seiner großen Verbreitung steht der NPS wegen seiner Methodik und Anwendbarkeit in der Kritik:

  • Zu starke Vereinfachung: Kritiker bemängeln, dass eine einzelne Frage das Kundenerlebnis zu sehr vereinfacht und wichtige Nuancen ausblenden kann.
  • Fehlender Kontext: Der NPS gibt keinen Aufschluss darüber, warum Kunden bestimmte Werte vergeben. Ohne Zusatzfragen können Unternehmen Ursachen und Verbesserungspotenziale schwer erkennen.
  • Willkürliche Einteilung: Die Definition von Promotoren (9–10), Passiven (7–8) und Kritikern (0–6) wird als zu pauschal und branchenübergreifend uneinheitlich kritisiert.
  • Unklare Verbindung zum Wachstum: Zwar soll der NPS das Wachstum vorhersagen, doch belegen Studien, dass diese Korrelation nicht in allen Branchen eindeutig oder zuverlässig ist.
  • Fokus auf Loyalität, nicht auf Zufriedenheit: Der NPS misst Loyalität, nicht aber die sofortige Zufriedenheit. Ein Kunde kann eine Marke weiterempfehlen, auch wenn eine Erfahrung zuletzt schlecht war.
  • Manipulationsgefahr: Unternehmen könnten NPS-Werte höher erscheinen lassen, indem sie gezielt zufriedene Kunden ansprechen oder hohe Bewertungen aktiv fördern.
  • Kulturelle Verzerrungen: Bewertungsverhalten kann je nach Kultur unterschiedlich ausfallen. In manchen Ländern werden beispielsweise selten Extremwerte vergeben.

Möglichkeiten, die Kritik zu adressieren:

Unternehmen ergänzen den reinen NPS oft durch Folgefragen (z. B. „Warum haben Sie diesen Wert vergeben?“), zusätzliche Kennzahlen (wie CSAT oder CES) und tiefere Analysen, um ein umfassenderes Bild vom Kundenerlebnis zu erhalten.

Nutzen Sie NPS-Umfragen zur Steigerung der Kundenloyalität

NPS ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Instrument, um Kundenloyalität zu messen und das gesamte Kundenerlebnis zu verbessern. Aus den Angaben zur Empfehlungswahrscheinlichkeit gewinnen Sie wichtige Erkenntnisse über Zufriedenheit und Handlungsfelder. Trotz gewisser Schwächen bleibt der NPS eine weitgenutzte Kennzahl, um Kundenorientierung und nachhaltiges Wachstum zu fördern.

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