Viele SaaS-Unternehmen bieten von Natur aus komplexe Produkte an. Willkommen in der Tech-Welt! Doch hier liegt das Problem: Es ist nicht immer leicht, ein Top-Team von Kundenservice-Mitarbeitern zusammenzustellen, das SaaS-Kundenprobleme mit der nötigen Kompetenz und Geschwindigkeit lösen kann.
Treten Sie ein: Suumit Shah, CEO von Dukaan, einer indischen E-Commerce-Plattform. Shah war nicht gerade begeistert von der unterdurchschnittlichen Leistung seines Kundensupport-Teams. Er wandte sich an Lina — einen von ChatGPT betriebenen Chatbot — um zu sehen, ob er die Ergebnisse verbessern könnte.
Lina lieferte nicht nur schnellere und präzisere Antworten in einem freundlichen, gesprächigen Ton und war immun gegen den Druck, genervte Kunden zu bedienen — sie war auch viel günstiger. Die Kunden waren zufriedener und die Bewertungen glänzten. Shah erkannte, dass sein 27-köpfiges Team von Kundenservice-Mitarbeitern gegen Linas Roboterhirn nicht mithalten konnte. Also entließ er sie.
„Es war für mich eine klare Sache, das gesamte Team durch einen Bot zu ersetzen, der 100-mal intelligenter ist, sofort reagiert und mich nur 1/100 dessen kostet, was ich dem Support-Team gezahlt habe“, sagte Shah.
Aus Sicht eines CX-Leaders sind die Vorteile der Einführung von KI-Technologie offensichtlich. Es gibt erhebliche Kosteneinsparungen und schnellere Lösungen für komplexe Probleme — aber lohnt es sich wirklich, einer ganzen Abteilung den Abschied zu geben?
Experten raten: Eine vollständige KI-Übernahme birgt Risiken
In den letzten zwanzig Jahren hat die Branche des ausgelagerten Kundensupports in Ländern wie Indien explosionsartig zugenommen — dort macht sie 10 Prozent aller Arbeitsplätze aus — und auf den Philippinen haben 1,6 Millionen Menschen eine dauerhafte Anstellung gefunden. Da KI-Technologie diese Arbeitsplätze überflüssig macht, warnen Ökonomen, dass einige Länder an den Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs geraten könnten.
Es ist schwer, die beeindruckende Leistungsfähigkeit von KI-Technologie zu leugnen, die Millionen von Datenpunkten schneller analysieren kann, als Sie einen Süßstoff in Ihren Kaffee geben. Doch jeder, der schon einmal gesehen hat, wie KI versucht, ein Bild von menschlichen Händen zu generieren, weiß, dass die Software in gewissen Bereichen noch hinterherhinkt.
Aus Sicht des Kundensupports verfügt KI noch nicht über herausragende Fähigkeiten in Bezug auf Kreativität, Empathie und Gemeinschaft — drei Kernkompetenzen, die Menschen von Natur aus beherrschen. Während clevere Workarounds und KI-Funktionen diese Werte simulieren können, etwa indem Nutzer mit Namen begrüßt werden oder sich an Details aus deren Leben erinnert wird, können sie doch nicht die menschliche Fähigkeit ersetzen, echte Verbindungen zu schaffen.
Stichwort Empathie — Shahs Ankündigung auf Twitter sorgte für einen gesunden Schub an Internet-Empörung, und viele äußerten rasch ihre Missbilligung gegenüber der wenig empathischen Entscheidung des CEOs. Während scheinbar sowohl die Kundenzufriedenheit als auch die Gewinne stiegen, ist die öffentliche Meinung weiterhin gespalten.



Doch was die Effektivität von Lina im Vergleich zu menschlichem Talent betrifft, zeichnen Online-Bewertungen ein anderes Bild.

Ähm... oje.
Können CX-Manager die Kräfte von Mensch und Technik bündeln?
Gute Nachrichten für die Kundensupport-Abteilungen da draußen! Kennen Sie das Sprichwort: „If you can't beat 'em, join 'em“? Genauso wie in Terminator II: Tag der Abrechnung, können Menschen und KI gemeinsam größere Herausforderungen bewältigen, wenn sie sich verbünden.
Nach Untersuchungen zur Auswirkung von KI auf Callcenter stellte Erik Brynjolfsson, Professor am Stanford Institute for Human-Centered AI, einige interessante Trends fest. Anders als bei Dukaan entscheiden sich viele Unternehmen dafür, ihre bestehenden Kundensupport-Teams durch KI-Technologie zu ergänzen, statt sie komplett zu ersetzen.
In seiner aktuellen Studie mit mehr als 5.000 Kundenservice-Mitarbeitern, fand Brynjolfsson heraus, dass Arbeitnehmer mit Zugang zu KI-Tools im Schnitt einen Produktivitätszuwachs von 14 Prozent erzielten. Besonders Berufsanfänger profitierten, während erfahrene Kollegen kaum Verbesserungen bemerkten. Tools wie Transkriptionsdienste, die Gespräche analysieren und passende Lösungen suchen, während Menschen sprechen, erfreuen sich großer Beliebtheit.
Auch Tools wie Live-Chat-Software für Websites werden immer beliebter, da sie historische Daten aus Kundeninteraktionen blitzschnell abrufen und Support-Mitarbeitern helfen, sofort persönlichen Kundenservice zu bieten.
Einfache Probleme mit klaren Lösungen eignen sich bestens für KI. Bei den wirklich kniffligen Anliegen bewegen Menschen und Roboter gemeinsam jedoch Berge.
Bevor Sie Ihr gesamtes Kundenservice-Team durch einen Chatbot ersetzen, empfiehlt Brynjolfsson, nach Möglichkeiten zu suchen, bestehende Teams zu verstärken. So profitieren Sie von technischer Raffinesse auf Roboter-Level und echter menschlicher Verbindung, ohne Ihr Team ganz zu verabschieden.
Für Shah standen die massiven Kosteneinsparungen an erster Stelle, und er bereut nichts. Wo stehen Sie? Team Roboter, Team Mensch oder das Beste aus beidem in Harmonie?
Wenn Sie überlegen, KI-Chatbot-Technologien in Ihrem SaaS-Servicecenter einzuführen, werfen Sie einen Blick auf unsere Top-32 besten KI-Chatbots für den Kundenservice. Wenn Sie lieber auf den menschlichen Faktor setzen, erfahren Sie, welche Lösungen es für Callcenter jeder Größe gibt.
